E130L Endstufen in Klasse A Gegentakt
Über den Bau eines Paares E130L Monoendstufen in V69-Schaltungsdesign und Klasse A
Die hier beschriebene Schaltung arbeitet mit Hochspannung und ist somit potentiell lebensgefährlich. Für gesundheitliche, technische oder ideelle Schäden die aus dem Nachbau entstehen lehne ich jede Haftung ab, jeder Nachbau geschieht auf eigene Verantwortung. Ebenfalls übernehme ich keine Gewährleistung für die ordnungsgemäße Funktion der Schaltung. Diese Seite richtet sich an Audioamateure, den kommerziellen Nachbau dieser Schaltung (oder Teile daraus) gestatte ich nicht.
Vorgeschichte
Vor einiger zeit habe ich Röhren über die Kleinanzeigen gekauft. Ein Enkel hat die Restbestände seines Großvaters verkauft. Ob ich ein Quartett E130L dazu haben möchte? Warum nicht…. Wieviel? 50 Euro? Packen Sie es dazu…..
Nach meinem ersten Ausflug in die Sphäre der höchsten Röhrenqualität, SQ "Special Quality", in meiner Phono-Vorstufe, hat mich dieses Thema weiter Interessiert. Auch weil dieser erste Ausflug zu meiner vollsten Zufriedenheit erfolgt ist. Es geht um Röhren, welche eine sehr lange Lebensdauer besitzen, weniger Rauschen, geringere Toleranzen besitzen und weniger auf Vibration reagieren.

Hinzu kamen Ideen, wie eine Endstufe hetzt idealerweise zu gestalten ist. Da ist unter anderem ein nur zweistufiges Design zu nennen, also Treiber auf Endröhre, fertig, raus. Symmetrisch sowieso, aber Dämpfungsfaktor 10 sollte erreicht werden. Das geht mit der E130L und einer Röhre aus dem EF86 Formenkreis in einem angepassten V69-Design sogar ohne den ursprünglich notwendigen Eingangsübertrager, weil sich mit der E130L günstigerere Spannungsverhätnisse einstellen.
Der V69 ist ein alter Rundfunkverstärker mit der Endröhre F2a, symmetrischen Design in Klasse A Gegentakt. Um genug Verstärkung zu bekommen wird ein 1:4 Eingangsübertrager verwendet, den ich mir wie gesagt, sparen kann. Klasse A Gegentakt lässt auch bei der E130L ca. 25 Watt Ausgangsleistung erwarten, die besser Dämpfungseigenschaften aufweisen als die 100 Watt, die ich auch herausquetschen könnte im AB Betrieb. Wie beim V69 lässt sich die Symmetrie des Verstärkers regeln und kann mit einer Klirrmessung auf Minimum eingestellt werden.
Die E130L läuft bei 300V Betriebsspannung. Ich brauche einen Netztrafo der für meine Bedürfnisse gefertigt ist (d.h. die richtigen Spannungen hat), und vom gleichen Hersteller einen Ausgangsübertragung dessen Sekundärwicklung keinen zu großen Widerstand hat um keine Dämpfungseigenschaften zu verlieren. Somit fiel die Wahl auf Monolith Magnetics. Die abgeschirmten Trafos und Drosseln kann ich auf dem Gehäuse schön zwischen Röhren und Kondensatoren stellen, so das letztere ein langes Leben haben. In dem ganzen Verstärker gibt es keinen Elektrolytkondensator.


Das Netzteil hat einen Drosseleingang und insgesamt zwei Drosseln für die 300V Betriebsspannung. Die Schirmgitterspannung wird mit einer Stabilisatorröhre 0A2WA auf 150V stabilisiert. Die negative Gittervorspannung wird mit einer 30V Zenerdiode stabilisiert und mittels zweier Potis eingestellt. Sie kann an der Rückseite des Verstärkers per Bananenbuchsen gemessen werden.
Die ganze Verstärkerschaltung selbst ist auf eine POM Platte gebaut und mittels Schwingungsdämpfer an der oberen Aluminiumplatte aufgehängt. Die POM Platte hat auch Lüftungslöcher. Alle Nicht-Röhren-Teile erreichen im Betrieb keine 40°C bei normaler Zimmertemperatur.

Zurück zu den Audioseiten